Wohnungsmarktbericht NRW 2017
Wohnungsmarktbericht NRW 2017 39 38 Wohnungsmarktbericht NRW 2017 Anspannung der Wohnungsmärkte Anspannung der Wohnungsmärkte Preissteigerungen auch außerhalb der großstädtischen Eigentumsmärkte Die regionale Entwicklung der Bestandspreise ähnelt dem bei Eigenheimen dargestellten Muster (Abb. 2.6.6): Die höchsten Preissteigerungen verbuchten Rhein schienenstädte, Münster und Aachen sowie deren Umland, aber auch die übrigen Großstädte und die Mittelstandskreise wie Gütersloh. Allerdings zeigt sich, dass in vielen Regionen, in denen die Hauspreise sinken Abb. 2.6.6: Entwicklung der Angebotspreise für Bestands- eigentumswohnungen 2013–2016 Rückgang konstant bis leichter Anstieg (max. +75 €/m 2 ) +76 bis +200 €/m 2 +201 bis +500 €/m 2 +501 €/m 2 und mehr (max. 1.300 €/m 2 ) NRW (gewicht.): +180 €/m 2 Daten: empirica-Preisdatenbank (empirica-systeme.de ) NRW.BANK 2017 Abb. 2.6.7: Preisniveau 2016 für Bestandseigentumswohnungen kein Daten (2) bis 1.000 €/m 2 (85) 1.001 bis 1.200 €/m 2 (92) 1.201 bis 1.400 €/m 2 (92) 1.401 bis 2.000 €/m 2 (92) über 2.000 €/m 2 (max. 2.650 €/m 2 ) (10) NRW (gewicht.): 1.600 €/m 2 Daten: empirica-Preisdatenbank (empirica-systeme.de ) NRW.BANK 2017 (z. B. im östlichen Ostwestfalen-Lippe und in Teilen des Sauerlands), Eigentumswohnungen zumindest leichte Preissteigerungen erfahren haben. Ursache dürfte sein, dass die Zahl der älteren Haushalte zugenommen hat, von denen ein Teil sein großes Eigenheim eventuell gegen eine kleinere Eigentumswohnung tauscht. Aller dings sind die älteren Bestände nicht unbedingt immer altersgerecht, sodass hier eine besondere Nachfrage nach neueren, barrierefreien oder -armen Wohnungen zu erwarten ist. Auch in Regionen, die in den vergangenen Jahren Bevölkerungsrückgänge zu verkraften hatten, muss in den Wohnungsbau investiert werden. Denn selbst wenn mengenmäßig kein zusätzlicher Wohnraum benötigt wird, sollte das örtliche Wohnungsangebot den heutigen Bedürfnissen angepasst werden – durch Modernisierung oder gezielten Neubau. Insbesondere die zentralen Orte müssen als Wohnstandort attraktiv bleiben, um die Versorgung der Region mit Infra struktur und Dienstleistungen sicherzustellen. Wie das Beispiel eines Wohnhauses zeigt, das im Auftrag des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe in der Kleinstadt Brakel (Kreis Höxter) entstanden ist, bietet die Wohnraumförderung des Landes auch hier Unterstützung. Für die acht geförderten, barrierefreien Mietwohnungen, die hier entstanden sind, bietet die Wohnhilfe Brakel e. V. eine Betreuung an. Gezielter Neubau in schrumpfenden Regionen
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